Klöße sind für mich ein Muss zu Festtagen. Leider ist das perfekte Rezept für die Kartoffelklöße und Semmelknödel meiner Kindheit und Jugend nicht vegan hinzukriegen.
Nach Jahrzehnten der Experimente ist Knödelbraten für mich daher die perfekte Alternative zu Knödeln oder Klößen geworden:
- Der Geschmack bleibt im Produkt.
- Es gibt keine Notwendigkeit zur Knödelprobe.
- Man braucht keine Eier!
- Durch das Garen im Ofen ist ein Essen mit Gästen besser planbar.
Semmelknödel vegan
10 Brötchen oder (1 Brot 750 g) (weiß, Lauge, Vollkorn, am besten gemischt auch glutenfreies Brot ist möglich)
4 gehäufte EL Kichererbsenmehl
1 halbe Stange Lauch und/ oder 1 Bund Schnittlauch oder Brennnesseln oder 1 Zwiebel fein gehackt
1 Prise Salz
1 Prise Muskat
400 ml Wasser
Die Masse am besten in eine gefettete Napfkuchenform geben (ausmehlen kannst du diese mit dem Mehl, das beim Schneiden der Würfel entsteht) und bei 180 Grad 20 Minuten im Ofen auf mittlerer Schiene stocken lassen. Wenn die Druckprobe elastisch ist und optimalerweise schon ganz leicht trockene Spitzen am Rand oder obendrauf erscheinen, dann ist der Braten für mich perfekt. Schön sorgfältig einmal an den Rändern lösen, stülpen, klopfen, et voilà ein wunderschöner, lockerer Kranz ist fertig!
Was ist entscheidend? Hier ein paar Tipps und Tricks:
Brotwürfel nicht zu groß: 1 cm Kantenlänge und am besten bereits vor dem Trocknen klein schneiden. So musst du nicht mit Gewalt steinhartes Brot zerschneiden und die Würfel trocknen schnell.
Flüssigkeit nach und nach hinzu geben, da die Menge von der Trockenheit des Brots abhängt.
Napfkuchenform mit einem Blech abdecken, damit oben nichts verbrennt und das Ganze saftig bleibt.
Salz variieren in Abhängigkeit der Brotart und ob du beispielsweise Nudelwasser verwendest.
Das Rezept funktioniert auch mit anderen Mehlen, z.B. Kartoffelmehl, auch mit Seidentofu habe ich schon tolle Knödelbraten hinbekommen. Du kannst Zwiebeln, Knoblauch, Rosinen, Nüsse, Kräuter, … dazugeben. Wenn du ein bisschen auf die Mengenverhältnisse achtest (nicht mehr als eine Tasse auf 10 Brötchen), kann nicht viel schief gehen.
Kürbiskerne als Topping und ein Schnack Kürbiskernöl oben drüber, vielleicht noch mit Kürbisgemüse als Beilage oder Kürbissuppe als Vorspeise, dann sind wir definitiv in der Feinkostecke ;-).
Für mich ist ein Salat dazu ein Muss, für meinen Partner eine schöne Soße aus Quark oder Sojajoghurt mit Kräutern. Toll ist auch ein Pilzragout als Beilage.

in Bälde dann der Kartoffelknödelbraten 🙂
Arn gurden!


